Unsere Social Media Community

 

Im September 2017 habe ich mich bei Instagram und Facebook angemeldet und ein Profil für Anna & Oskar angelegt. Mein erster Beitrag hat 11 Likes und war ein Produktbild einer Windeltasche , ohne Text oder Hasthags. Heute veröffentliche ich fast jeden Morgen ohne irgendeine Vorbereitung Stories (so nennt man kurze Videoclips auf Instagram und Facebook, die nach 24 Stunden automatisch gelöscht werden) auf meinem Account, die sich über 500 Leute täglich ansehen. Vor einem Jahr unvorstellbar für mich. Was hat sich verändert? Und warum eigentlich das alles?

Flyer verteilen oder Instagram Posting?

Häufig fragen mich Freunde und Bekannte, ob sie meine Flyer irgendwo auslegen sollen. Nur ich hab leider keine. Ich habe vor einigen Wochen Postkarten drucken lassen, die ich den Bestellungen beilege. Aber meine "Flyer", die sind digital und erreichen jeden Tag über 1.500 Menschen.  Und die meisten davon gehörten sogar exakt zu meiner Zielgruppe. Instagram ist DIE Chance für jedes kleine Business ohne Werbebudget, sichtbar zu werden und potenziellen Kundinnen und Kunden den eigenen Mehrwert aufzuzeigen. Facebook wird von mir zurzeit etwas vernachlässigt, da ich selbst die Plattform einfach nicht so gerne mag bzw. kaum Zeit dort verbringe. Doch das steht auf dem Plan für 2019: die Facebookseite von Anna & Oskar wird ausgebaut. Und auch Flyer stehen auf der ToDo Liste. Denn ich möchte auch lokal mehr Menschen erreichen und neue Kontakte aufbauen. 

 

Warum war das nicht mein erster Schritt? Angst. Ich hab mich anfangs sogar geschämt, wenn mich jemand auf meine Website angesprochen hat. Das Ganze war mir peinlich und ich wollte keine große Sache daraus machen. Schon als Kind lernt man, dass keiner Menschen mag, die sich in den Vordergrund drängen. Also habe ich erstmal in einer anonymen Welt angefangen, mich und meine Marke auszuprobieren. Da mal was kommentiert, hier mal ein Bild gepostet und dann irgendwann meine erste Story aufgenommen. Auch hier wäre ich zu Beginn am liebsten im Erdboden versunken. Was wenn XY meinen Beitrag liest? Was, wenn sich ehemalige Klassenkameraden über meine Bilder lustig machen? Was, wenn ich Fehler mache oder Blödsinn erzähle? Was, wenn Bekannte und Nachbarn über mich sprechen und darüber, wie ich mich im Internet zeige? Tja, was dann? Dann ist das sehr gut! Denn dann wird über mich und Anna & Oskar geredet. Inzwischen mache ich mir null Gedanken darüber, was irgendjemand von meinen Stories oder Facebook Beiträgen halten könnte. Es ist mir wirklich egal geworden, ich mache einfach. Meine Reichweite hat sich enorm gesteigert. Und damit auch mein Umsatz. 

"Was, wenn Bekannte und Nachbarn über mich sprechen und darüber, wie ich mich im Internet zeige?

Tja, was dann? Dann ist das sehr gut!"

Der Aufbau einer Anna & Oskar Communtiy

Im letzten Jahr wurde ein Punkt ganz deutlich: ich brauche Feedback. Mein Ziel ist es, DEN Rucksack für Eltern zu entwickeln. Und das geht nur mit Hilfe von außen und dem Wissen, was Eltern wirklich wichtig ist. Ich möchte kein Produkt entwickeln, das allen gefällt. Sondern eines, dass perfekt zu einer bestimmte Gruppe von Menschen passt. Menschen, die ähnliche Bedürfnisse haben und die bestimmte Werte teilen: Qualität, Design, Nachhaltigkeit, Funktionalität. Und hier kommt die Community ins Spiel: auf dem Anna und Oskar Instagram Account tummeln sich genau diese Leute. Ich kann mich mit ihnen austauschen, sehen, was Ihnen gefällt und Kritik einfordern. Jeden Tag liefere ich neue Inhalte zu den oben genannten Themen, die Reaktionen sind unendlich wertvoll für mich. Zudem habe ich die Möglichkeit, den gesamte Produktionsprozess transparent zu machen. Und das alles kostenlos, nur mit Social Media. Wie genau läuft das ab? 

 

Ich "melde mich" jeden Tag. Das heißt ich bleibe in Kontakt mit den Menschen, die dem Unternehmen dort folgen. Ich berichte aus dem Arbeitsalltag von Anna und Oskar und zeige, wie es hinter den Kulissen aussieht. Wie wird ein Rucksack genäht und wie lange dauert das überhaupt? Wie kommt der Verkaufspreis einer Babydecke zustande? Wo wird Material eingekauft und wer arbeitet eigentlich noch mit?  

 

Zudem veröffentliche ich regelmäßig Inhalte zu den Themen Nachhaltigkeit und Familie. Das heißt ich liefere kostenlos einen Mehrwert für einige Follower, dass kann von informativen Tipps über inspirierende Denkanstöße bis zur kurzweiligen Unterhaltung alles sein. Zur Zeit läuft auf Instagram eine von Anna und Oskar initiierte "Challenge" für ein nachhaltigeres Familienleben: alle sind dazu aufgefordert, täglich ein Posting zu einem vorgegeben Thema zu veröffentlichen. Ich gebe den Input und sorge dafür, dass der Austausch zwischen den Teilnehmenden läuft und alle motiviert bleiben. So kann ich zeigen, welche Werte Anna und Oskar vertritt, wofür wir stehen. Mit etwas Glück werden auf diesem Weg aus Kunden oder "Followern" mit der Zeit Gleichgesinnte, die alle Geschehnisse rund um das Unternehmen interessiert verfolgen.

Authentisches Instagram Marketing kostet sehr viel Zeit. Ich investiere täglich 1-2 Stunden in den Instagram Account, auch am Wochenende. Man muss alles selbst machen und kann keine Standard-Werbung anbieten. Ich denke, wenn ich jetzt mit klassischer Werbung (auf diesem Kanal) um die Ecke käme, wären alle erstmal verwirrt und ich würde einige Follower verlieren. Hab ich aber nicht vor. Ich sehe diese Investition langfristig und möchte, dass den Menschen sofort klar wird von WEM sie WAS kaufen. Größtmögliche Transparenz schafft (berechtigtes) Vertrauen. Das ist auch eines der  Ziele dieses Blogs.

NICHTS IST WERTVOLLER ALS FEEDBACK

Über Facebook und Instagram bekomme ich darüber hinaus haufenweise konkretes Feedback für meine Produkte. Damit meine ich nicht nur die aussagekräftigen Zahlen der Likes und Kommentare unter den Fotos. Viel wertvoller sind persönliche Nachrichten und direkte Story-Reaktionen. Letztendlich geht es ja darum, genau herauszufinden, wie man einen Mehrwert für den Kunden oder die Kundin schaffen kann. Welches Problem kann ich lösen? Wie kann ich es schaffen, dass mein Produkt am Ende für ein Mehr an Zufriedenheit und Freude sorgt? Und dazu ist meine persönliche Meinung erstmal nebensächlich. Ich hätte vor zwei Jahren niemals in die professionelle Entwicklung eines Rucksacks starten können, weil mir sehr viele Infos über die Wünsche und Bedürfnisse der Familien, die ich ansprechen möchte, einfach gefehlt haben. Im Dezember 2018 habe ich auf Instagram eine Umfrage durchgeführt, an der sich über hundert Personen beteiligt haben. Auch hier wieder: nicht irgendwelche Leute, sondern genau die Zielgruppe. Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:

  1. 90% ist es sehr wichtig, den Rucksack später auch für andere Zwecke benutzen zu können. 
  2. 75 % legen Wert auf viel Stauraum, 25 % möchten es lieber kompakter. 
  3. Nur 25 % ist es wichtig, viel Auswahl bei der Farbe des Innenfutters zu haben.
  4. Knapp die Hälfte benutzt die Kinderwagenaufhängung NICHT.
  5. Die „Outdoor-Eigenschaften“ des Materials sind für 75 % sehr wichtig.
  6. Bei 85 % der Befragten soll der Rucksack für Mama UND Papa sein.
  7. Nur die Hälfte legt Wert auf viele Innenfächer.
  8. Durchschnittlich sind die Befragten bereit 130 Euro für einen Wickelrucksack auszugeben.

 

Welches Problem kann ich lösen? Wie kann ich es schaffen, dass mein Produkt am Ende für ein Mehr an Zufriedenheit und Freude sorgt?"

All diese Informationen (und das ist nur ein Auszug) habe ich völlig kostenlos ohne viel Aufwand bekommen. Mein Ziel ist es, in diesem Jahr eine stabile und treue Social Media Community aufzubauen, die hinter mir und der Marke Anna und Oskar steht. Dafür bin ich auch bereit, besonders viel Zeit in die Pflege der Kontakte zu investieren und mir immer wieder neue Inhalte auszudenken. Denn mal ganz nebenbei: es macht mir auch einfach großen Spaß! Wenn Du jetzt nochmal an den Anfang des Textes zurück gehst,  wo ich meine Angst beschrieben habe... ist es nicht unglaublich, was möglich ist, wenn man nur den Schritt nach draußen geht? Und das ist erst der Anfang.

Werde teil unserer Community!

@annaundoskar

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Kommentare: 1
  • #1

    Seelenlachen (Freitag, 11 Januar 2019 21:31)

    Hallo,
    Vielen Dank für diesen Blogbeitrag! Ich kann vieles was Du geschrieben hast nachvollziehen, denn ich habe vor etwa zwei Jahren mit dem Bloggen angefangen und hatte genau die selben Gedanken wie Du (was sagen Bekannte, Nachbarn, ehemalige Mitschüler /Arbeitskollegen usw.). Aber: die Lust und die Neugier haben bei mir dann einfach überwogen. Ich schreibe einfach gerne, das war schon immer so. Und so ist der Blog auch eine Art Ventil für mich, mich auszudrücken und zu schreiben. Zuerst habe ich viele meiner DIY-projekte gezeigt, in der Hoffnung, dass andere vielleicht auch Lust auf DIY bekommen, Inspiration finden oder ich einfach ein Lächeln bewirken kann (deshalb auch der Name "Seelenlachen"). Mein Blog ist ein kleiner, feiner. Ich mache keine grosse Werbung und bin nicht täglich so lange auf Insta, so wie Du es zum Beispiel- nachvollziehbarer Weise - bist. Aber ich verdiene damit auch nicht meinen Lebensunterhalt oder ein Taschengeld oder ähnliches, ich habe den Blog einfach nur aus purem Spaß daran. Was mir manchmal fehlt: das Feedback. Denn kaum jemand nimmt sich Zeit, ein Kommentar zu hinterlassen, egal ob positiv oder kritisch. Das ist schade. Und auch wenn ich in der Statistik sehe, dass die Beiträge von (sehr) vielen Menschen gelesen werden, wenn ich mein näheres Umfeld frage, tun manche so, als hätten sie den post nicht gelesen. Dabei sind sie doch immer "voll informiert"...als ob sie ein schlechtes Gewissen hätten, als ob sie heimlich in meinem Tagebuch gelesen hätten...dabei poste ich ja nichts ZU privates. Auch wenn ich bewusste Einblicke gebe, lege ich noch längst nicht mein ganzes Innenleben oder das meiner Familie offen�. Diese Reaktion wirklich schade...denn so ein bisschen Feedback, ein bisschen Interaktivität wäre auch für mich unheimlich wertvoll und motivierend. GING Dir das auch mal so? Solange ich Spaß am schreiben habe, werde ich das tun. Und ansonsten mag ich Insta sehr. Wie Du geschrieben hast, eine echt tolle Plattform, mit unheimlich vielen interessanten Accounts, Inspirationen und v.a. Austausch und Feedback �

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