Wie geht es weiter?

Hugo 2.0 ist eingeschlagen wie eine Bombe. Täglich bekomme ich viele Nachrichten von glücklichen und begeisterten Kundinnen und Kunden. Ich habe meine Investition wieder drin, wenn auch (noch) keinen Gewinn gemacht. Über 1.000 Euro sind für den Verein Motherhood e.V. zusammengekommen. So soll es sein, so kann es bleiben. Aber was kommt jetzt, nach dem großen Launch? Haben an dem Tag alle "Early Birds" gekauft und nun schläft das ganze Projekt langsam aber sicher ein?

Nach dem Launch ist vor dem Launch

Ganz ehrlich: die Markteinführung von Hugo 2.0, der Launch, hat mir riesigen Spaß gemacht. Die Spannung und Aufregung, das stetige Hinfiebern und Hinarbeiten, die Planung und letztendlich der Abend, an dem in drei Minuten fast 50 Rucksäcke bestellt wurden. Jeder der mich kennt weiß, dass es mir nicht ums Geld geht. Dann würde ich besser meinen normalen Job weitermachen. Aber natürlich ist so ein Abend für mich der Lohn für viele einsame Stunden an Nähmaschine und Laptop in den Monaten zuvor. Und natürlich ein ziemlich konkretes Feedback auf meine Idee, einen neuen Wickelrucksack zu entwickeln. Automatisch kam dann nach dem zweiten Tag die Angst in mir hoch, das nun "alle" bestellt haben und jetzt nichts mehr kommt. Dass es das war, einmal groß Zirkus gemacht und danach plätschert es vor sich hin. Glücklicherweise bewahrheitete sich das bisher nicht, da täglich 3-4 neue Bestellungen eingehen. Umso mehr bin ich motiviert, jetzt erst richtig loszulegen.

 

Der Grundstein dazu wurde bereits im Mai bei einem Termin in Bielefeld gelegt. Ich hatte mal wieder jede Menge Ideen und Modelle im Gepäck und fahre da immer mit so einer "Wünsch Dir was"-Mentalität hin.  Zwei neue Produkte haben wir dort ausgearbeitet und in den ersten Entwicklungszyklus zur Schnitt-Technik übergeben. Aus der Social Media Community kommen auch oft neue Anfragen und Vorschläge. Und natürlich sammle ich ständig neue Ideen, wenn ich unterwegs bin mit den Kids, wenn ich auf Instagram unterwegs bin oder in Gesprächen mit anderen Mamas und Kreativen. Im folgenden stelle ich ein paar dieser Idee und Pläne für 2019 vor. Es kann sein, dass ich alles umsetze oder dass ich alles über den Haufen schmeiße. Es sind Ideen. Und die dürfen sich in jede Richtung entwickeln.

"Echtes Brainstorming und Kreativität funktionieren für mich nach wie vor am besten im Austausch mit anderen."

Von Prototypen  und vagen Ideen

  • Vor zwei Wochen bin ich wiedermal mit riesigen Stoffballen in die AWO Netphen-Deuz spaziert. Der dickste und geilste Canvas, den ich letztes Jahr auf der H+H Messe in Köln finden konnte und auf dessen Lieferung ich Monate warten musste. Dabei hatte ich noch 12 Meter Reißverschlüsse und 10 Meter Lederband. Und feinste Baumwolle in petrol, senfgelb und rhabarberrot. Das gibt die neue Kollektion der Windeltaschen Classic plus Wickelunterlage für den Sommer 2019. Als Set oder einzeln, mal schauen. Ich plane Anfang Juli dafür ein.
  • Im Juli kommen auch die passenden Windeltaschen und Unterlagen für Hugo 2.0. Ich bin sehr gespannt, wie die ankommen. Ich habe jeweils von jeder Farbe hundert Stück anfertigen lassen. Die Windeltaschen sind einen Tick größer als die vorherige Kollektion, da sich viele mehr Platz wünschten. Zudem gibt es ein weiteres Reißverschlussfach innen. Der Verschluss ist der gleiche G-Hock aus Metall wie bei Hugo 2.0 und auch die Cordura kommt wieder zum Einsatz.
  • Im ersten von voraussichtlich drei Entwicklungszyklen steckt in Bielefeld zurzeit die Wickeltasche zum Hugo 2.0. Meine Idee war es, eine Business.Tasche für Frauen zur Wickeltasche umzufunktionieren bzw. alltagstauglich für ein Leben mit Kindern zu machen. Hugo-Style, versteht sich. Also außen Cordura, innen mega praktische Fächer, der Rest bleibt geheim. 
  • Parallel arbeiten wir an Hugo Mini. Ein Kindergartenrucksack im Hugo Design. Dabei hatte ich allerdings ein paar ausgefallene Ideen, die erst noch auf Umsetzbarkeit geprüft werden müssen. ich hätte gern so ein Two-Face System, dass man das Innenleben, dass komplett dicht ist, rausnehmen und in die Waschmaschine stecken kann. Meinen Kindern läuft andauernd irgendetwas aus in ihren Rucksäcken und das saut mir dann den Autositz voll. Und ich muss jedes Mal den ganzen Rucksack waschen. Lösung ist in Arbeit ;-) Was auch immer die Prototypen zeigen werden: Hugo Mini kommt hoffentlich noch dieses Jahr und wird einfach MEGA! #eulenfrei
  • Die Wetbag und einige andere Gimmicks sollen einzeln angeboten werden. Inwiefern sich das rentiert ist fraglich. Vielleicht muss ich dafür einen neuen Produzenten finden. Alles noch am Anfang.
  • Den Wickelrucksack Hugo 2.0 wird es in weiteren Farben geben. Vermutlich ab Frühjahr 2020. Geplant sind senfgelb und khaki/oliv, evtl. burgunder. Wir diskutieren gerade RAL-Farben und Abnahmemengen. Die meisten haben schließlich am Ende doch den schwarzen Hugo gekauft. 
  • Die Babydecken werde ich vermutlich früher oder später aus dem Shop nehmen. Irgendwie läuft das nicht richtig und dafür ist der Materialeinkauf zu kostenspielig. Vielleicht bekommen die tollen Biobaumwoll-Decken auch einfach nicht genug Aufmerksamkeit und gehen unter bei dem ganzen Hugo-Fieber? Ich hätte gern eine riesige Picknickdecke mit Thermoboden, aber da ist mir noch keine nachhaltige Materiallösung eingefallen. Das gleiche gilt für eine Kühltasche. 
  • Ganz vage ist die Idee einzelner Papetierie-Produkte zum Thema "Leben mit Kindern": ein Mealplanner, wie er in der letzten Challenge vorgestellt wurde, ein Familien-Kalender, Achtsamkeitskarten für Kinder, Business-Planer für Mütter etc. 
  • Was das Thema Instagram angeht: ich möchte auf meinem Kanal gern wiederkehrende Formate schaffen, die einen kleinen aber feinen Mehrwert liefern. Das kann eine weitere Challenge zum "Wachrütteln" sein oder kleinere Spielchen zum Lachen und Augenzwinkern. Ich möchte IGTV für mich entdecken.
  • Blog: auch hier möchte ich feste Formate einführen. Interviews mit ExpertInnen zu Nachhaltigkeitsthemen sowie - auf mehrfachen Wunsch - kleine Insidertipps zum Leben als Mama und Selbstständige. Zudem möchte ich anderen die Chance geben, über Gastbeiträge relevante Themen unterzubringen. 

"Es kann sein, dass ich alles umsetze oder dass ich alles über den Haufen schmeiße."

Das war jetzt ein erster grober Aufschlag. Viele Ideen schlummern noch im Hintergrund und werden es vielleicht irgendwann mal auf meine To Do Liste schaffen. Oder auch nicht. Das gefällt mir am besten an der Selbstständigkeit. Die Freiheit, alles auszuprobieren. Und die Freiheit, Dinge einfach sein zu lassen. Natürlich steckt immer ein finanzielles Risiko dahinter, doch es ist nie so hoch, dass ich mit Schlimmerem als einem blauen Auge davon käme.

 

Ich will, das "Anna und Oskar" langsam und organisch wächst, ohne Fremdkapital oder Investoren. Ich will ohne Druck und ohne andere fragen zu müssen alles spielerisch ausprobieren, schauen was funktioniert und was mir Spaß macht, was die Community braucht. Ich will nachhaltige Lösungen suchen und mir Zeit lassen. Und jede Idee vom ersten Funken bis zum Launch genießen.

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