Zero Waste im Familienalltag - wo und wie beginnen?

10 Hacks von Eltern für Eltern

Es geht nicht darum alles perfekt zu machen, sondern anzufangen, Schritt für Schritt."

Nichts erfüllt uns mehr mit Glück unsere Kinder beim Entdecken der Welt zu beobachten, sei es in der Natur, im Umgang mit Tieren und bei so vielem mehr. Doch so idyllisch wie es manchmal scheint, ist es leider nicht mehr. Ob unsere Kinder und Enkelkinder später noch dieselbe Welt entdecken werden, ist ungewiss. Eines ist jedoch sicher, viel wird von unserer wunderschönen Erde nicht übrig sein, wenn wir nicht schnellstmöglich etwas ändern.

 

Doch wie und wo fange ich an? Bringt es überhaupt etwas, wenn ich bei mir zu Hause anfange?

Zu dem wie und wo wollen wir euch 10 Hacks mit an die Hand geben, die super für den Einstieg sind und sich auch zwischen dem stressigen Familienalltag realisieren lassen.

 

Zu dem anderen Punkt: Es ist einen Versuch wert! Vielleicht können wir nicht die Welt retten, aber wir können Vorbilder sein. Für unsere Kinder und Enkel, für einen achtsamen und wertschätzenden Umgang mit unserer Umwelt. Lasst uns gemeinsam etwas ganz Großes bewirken.

 

Eines ist uns wichtig, wir wollen nicht missionieren, sondern inspirieren und motivieren, ins Gespräch kommen und zum Nachdenken anregen. Jede Familie hat ihre eigenen Bedürfnisse, Gegebenheiten und Wünsche. Alles was darüber hinaus für die Umwelt, für den Klimaschutz usw. gemacht werden kann und möchte, ist ein Gewinn.

10 Tipps für den einfachen Einstieg zu Zero Waste

1.    Informationen sammeln

 

Gerade wenn man innerhalb der Familie etwas ändern möchten, ist es wichtig, dass alle Familienmitglieder über das Vorhaben in informiert sind und am besten noch mit an einem Strang ziehen. Daher ist es ratsam sich Gedanken zu seinen Beweggründen zu machen. Um auch Kindern verständlich zu erklären, warum man nun gewisse Dinge ändert, können mit Hilfe von Büchern, Filmen und Dokumentationen, die Hintergründe greifbar gemacht werden.

 

 

2.    Minimalismus

 

Die erste Frage, die wir uns immer wieder stellen, wenn wir kurz davor sind etwas zu kaufen, ist: „Brauche ich das wirklich?“

Das meiste was wir kaufen, ist früher oder später irgendwann Müll. Um Müll zu sparen sollte man also vermeiden Müll anzuhäufen, indem man überflüssigen Konsum überdenkt. Auch bei Kindern ist dies möglich. Man kauft gern, hier und dort eine Kleinigkeit nur um das Strahlen in ihren Augen zu sehen. Absolut verständlich, wir lieben es auch. Dennoch verzichten wir auf unnötige Käufe zwischendrin, da die Spielfreude meist nur von kurzer Dauer ist. Stattdessen schenken wir Zeit. Zeit zum Eis essen, zum Spielen, für einen tollen Ausflug, etc.

 

 

3.    Spielzeug Second Hand kaufen oder leihen

 

Minimalismus bedeutet nicht, gar nichts mehr zu kaufen und zu besitzen und gerade mit Kindern ist es quasi unmöglich komplett auf Spielzeug zu verzichten. Sollen sie auch gar nicht, denn wer erinnert sich nicht gern an seine liebsten Spielsachen zurück?

Doch es muss nicht immer neu sein. Um Ressourcen und auch Geld zu sparen, kann man vieles auch gebraucht kaufen. Manche Sachen sind sogar noch im Originalkarton zu bekommen und sehen aus wie neu. Sie kosten allerdings einen Bruchteil von dem Originalpreis und wurden bereits mindestens einmal bespielt.

Toll ist es auch Spielsachen zu leihen. Da gibt es mittlerweile spezielle Anbieter, die Spielsachen für einen bestimmten Zeitraum ausleihen.

 

 

4.    Kleidung Second Hand kaufen oder leihen

 

Auch Kleidung kann man super Second Hand kaufen, ob auf dem Flohmarkt oder über diverse Internetanbieter. Gebrauchte Kleidung hat die beste Ökobilanz, ist erschwinglich und jegliche Schadstoffe wurden bereits rausgewaschen.

Eine klasse Möglichkeit Kleidung möglichst oft rotieren zu lassen, ist im Familien- und Freundeskreis zu leihen. So werden oft über mehrere Generationen hinweg Kleidungsstücke weiter gereicht.

 

 

5.    Wenn neu, dann nachhaltig

 

Manchmal muss es einfach was neues sein. Völlig legitim und doch sollte man auch hier auf die Umwelt achten. Dein Kassenbon ist dein Stimmzettel. Welche Unternehmen möchtest du mit deinem Kauf unterstützen? Solche Unternehmen wie das von Caro wollen wir unterstützen. Bei @annaundoskar wird alles selbst entworfen, zugeschnitten und genäht. Es wird viel wert gelegt auf qualitativ hochwertige Materialien, die auf Langlebigkeit ausgelegt sind. Zudem übernimmt Caro soziale Verantwortung und versendet ausschließlich plastikfrei.

"Kinder sind unsere Zukunft! Welche Welt möchtest du hinterlassen?"

6.     Zero Waste im Badezimmer

 

Okay, jetzt geht es ans Eingemachte. Keine Angst du musst deine Zahnpasta nicht selber machen. Könntest du aber, wenn du viel Zeit hast ;)

Im Badezimmer findet man sehr viel Plastik. Sowohl in Form von Verpackungen, als auch im Kleinformat, dem Mikroplastik. Leider wurde bereits Mikroplastik im menschlichen Körper nachgewiesen und das wollen wir auf keinen Fall, weder bei unseren Kindern, noch bei uns selbst. Deshalb kann man nach und nach alles aus dem Badezimmer verbannen was aus Plastik ist oder Plastik enthält. Erst einmal alles aufzubrauchen, anstatt direkt neuen Müll zu produzieren, ist ebenfalls ein Gedanke von Zero Waste. Alles was Mikroplastik enthält, sollte jedoch sofort fachgerecht entsorgt werden.

Leicht zu ersetzen ist die Zahnbürste, Zahnpasta, Duschgel und natürlich alles was wiederverwendbar ist, wie z.B. Waschlappen.

Ausführliche Tipps gibt es dazu auf unserem Account.

 

 

7.    Plastikfreie Lebensmittel

 

Neben dem Badezimmer verursachen verpackte Lebensmittel den meisten Müll. Wieso also nicht mal gemeinsam mit den Kindern selber backen und kochen? Anstelle von abgepackten Snacks, etc., kann man diese auch wunderbar selber vorbereiten. Der Aufwand ist nur minimal größer, doch es schmeckt so viel besser und wenn man die Kinder mit einbezieht, hat man wertvolle gemeinsame Zeit miteinander verbracht.

 

 

8.    Nachhaltige Ausflüge/ Reiseziele

 

Zu den größten Klimasündern zählen unsere Fortbewegungsmittel und doch möchte man ungern auf sie verzichten. Sich Gedanken zum Klimaschutz machen, heißt auch sich Gedanken über das nächste Ausflugsziel oder Reiseziel zu machen. Das kann bedeuten öfter mal mit dem Fahrrad einen Ausflug zu machen, wandern zu gehen, allgemein viel Zeit in und mit der Natur zu verbringen. Anstelle von Zoos die Tiere in der Natur beobachten, anstelle des Schwimmbades den Badesee zu nutzen, usw. Auch müssen es keine drei Flugreisen im Jahr sein, auch Deutschland hat wunderschöne Fleckchen, die man auch gut mit der Bahn erreichen kann. Bei den Kindern entstehen trotzdem Erinnerungen fürs Leben.

 

 

9.    Plastikfreie Ausstattung für unterwegs

 

Ist man unterwegs, dauert es nicht lange und der oder die Erste hat Hunger, Durst oder ein anderes Bedürfnis, welches natürlich sofort gestillt werden will. Es dauert eine Weile bis die Routine drin ist, doch wir gehen nicht mehr ohne Trinkflasche, Proviant und anderen Utensilien, die unterwegs unnötig Geld kosten und zumeist aus Plastik oder in Plastik verpackt sind, aus dem Haus. Ob nun Trinkflasche, Butterbrotdose, Strohhalm, usw., achtet darauf, dass wenn ihr sie neu kauft, sie aus langlebigen, nachhaltigen Materialien bestehen, wie z.B.: Edelstahl oder Glas.

 

 

10.    Mulltücher, die Multitalente

 

Unser liebstes Hack zum Schluss. Wir Eltern haben sie alle genutzt und geliebt: Mulltücher. Als Spucktuch, Decke, Schmusetuch oder Lätzchen Ersatz. Doch diese Tücher sind zu so viel mehr zu gebrauchen, auch weit über das Babyalter hinaus. So nutzen wir sie (zerschnitten) als Taschentücher, anstelle von Feuchttüchern, als Kopfbedeckung, zum Spielen und anstelle von Küchentüchern. Wir haben über 20 Verwendungsmöglichkeiten auf unserem Account zusammen getragen.

Zerowaste Kinder Deutschland

Wir hoffen wir konnten eine kleine Anregung geben, wie Zero Waste auch mit Kindern umsetzbar ist. Hoffentlich ist auch eine große Portion Motivation mit über geschwappt, sodass auch du  Lust hast auf unserem Instagram Account @zerowaste_kinder_deutschland regelmäßig mit Input versorgt zu werden.

 

Wir sind Anna und Ann-Christin, zwei Mamas mit insgesamt vier Kindern im Alter von 1,5 bis fast 8 Jahren. Es fing alles damit an, dass wir minimalistischer leben wollten, da sich ja doch einiges mit den Kindern anhäuft. Dabei sind wir auch über das Wort Zero Waste gestolpert. Wir haben gemerkt, dass gerade Menschen mit Kindern verunsichert sind, was das Thema plastikfrei leben angeht. Das ist unser Ansatz: wir möchten Familien mit Kindern helfen, Zero Waste in ihren Alttag zu integrieren.

 

Kinder sind unsere Zukunft! Welche Welt möchtest du hinterlassen?

 

Anne und Ann-Christin

@zerowaste_kinder_deutschland

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

KOmm mit auf unserem Weg

Anmeldung für den Anna und Oskar Newsletter

Subscribe to our mailing list

* indicates required

ab 70,00 EUR versandkostenfrei